Abrütteln
Die zweite Gärung übt einen beachtlichen Einfluss auf die Herstellung von Sekt aus. Sie erfolgt mittels der Zugabe von Hefe, wobei ein Sekt mehrere Monate lang auf der Hefe lagert. Anschließend steht ein Prozess an, den man Abrütteln nennt. Hierbei neigt und dreht man die waagrecht gelagerten Sektflaschen schrittweise, sodass sich die abgestorbenen Hefen im Flaschenhals ansammeln. Man nutzt Rüttelpulte oder ähnliche Maschinen für den Vorgang. Bei der modernen Sektproduktion lassen sich maschinell bis zu 200 oder 500 Flaschen in einem Satz abrütteln. Der Hefepfropf muss anschließend entfernt werden. Dazu dient das Enthefen, das man auch als Degorgieren bezeichnet. Das Abrütteln ist nur bei der traditionellen Flaschengärung notwendig, nicht beim Transvasierverfahren und bei der Tankgärung.