Der Riesling ist eine Zufallskreuzung aus Heunisch und Traminer Klon, die Beeren sind klein und von grün-gelber Farbe. Die Ursprünge des Rieslings liegen im Rheintal, von dort aus verbreitete er sich, in der Hochzeit des Mittealters, in die meisten deutschen Anbaugebiete.
Ein Vorteil des Rieslings ist die gute Winterfrostwiderstandfähigkeit; er verträgt Temperaturen von
-20 bis –25 Grad °C. Der Riesling ist durch den späten Austrieb wenig spätfrostgefährdet, außerdem hat die Traube eine geringe Trockenheitsempfindlichkeit. An seine Lage stellt der spätreifende Riesling allerdings hohe Ansprüche: Die relativ kleinen Beeren sind empfindlich gegen übergroße Hitze, mitunter entstehen Sonnenbrandschäden an den Beeren. Für eine optimale Reife, benötigt der Riesling eine wärmespeichernden, steinige Steillage. Leichte, bis mittelschwere Böden sind am besten für seinen Anbau geeignet. Der Riesling hat das Potential den Charakter unterschiedlicher Lagen abzubilden und widerzuspiegeln.
Riesling Weine sind rassig, lebendig, frisch-elegant und mineralisch. Eine fruchtige Säure rundet das Geschmacksbild ab. Fruchtaromen nach Steinobst (Marille) und exotischen Früchten bestimmen den Charakter des Weines. Die Lagerfähigkeit von Riesling ist durch die höhere Säure fast bei jedem Jahrgang gegeben, mit Riesling lassen sich aber auch hochwertige, süße Weine vinifizieren.
Eine besondere Herausforderung für die Winzer ist der Eiswein; der nur nach Nachfrösten von mindestens -7°C, über mehrere Tage eingebracht werden kann. Riesling-Weine sind bei der Sektherstellung häufig die Basis einer guten Cuveé.