In dem kühleren Weinbaugebiet Burgund wird sie als Pinot Noir gerne als Cuveé Partner für die Champagner-Erzeugung eingesetzt. Der Spätburgunder ist eine der alten, klassischen Rebsorten, die es wahrscheinlich schon seit mehr als 2000 Jahren gibt. Weltweit sind derzeit ca. 111.000 ha Rebfläche mit Spätburgunder bestockt.
1335 kam die Sorte aus dem Burgund nach Deutschland, direkt in den Rheingau. Erste Trauben wurden 1470 vom Aßmannshäuser Höllenberg geerntet, dass ist der erste Nachweis von Rotweinanbau im Rheingau.
Die Sorte benötigt gute Lagen, mit guter Wasserversorgung. Die besten Ergebnisse erbringt sie auf kalkhaltigen Böden. Spätburgunder-Weine sind tiefrot mit violetten Nuancen, ein vollmundiger und samtiger Wein der sehr Lagerfähig ist. Als Jungwein erinnert das Bukett an Brombeeren, später mehr an Nüsse mit Ausprägungen von Bittermandeln. Mit Ausbau im Barrique kommen oft noch Anklänge von Vanille und Zimt hinzu. Im Keller und beim Ausbau ist die Sorte ehr schwierig und fordert das ganze Können der Kellermeister.