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Das Unternehmen Sekthaus Graeger

Das Sekthaus Carl Graeger GmbH & Co. KG

Die Geschichte des Unternehmens Carl Graeger, ein regionales Sekthaus im Familienbesitz. Anbieter von hochwertigen Sekt, Spirituosen und deutschen Weinen

Die Familie Graeger stammt aus Nordhessen. In Orferode, heute ein Stadtteil von Bad Sooden-Allendorf, dort betrieb um 1700 Johann Nicolaus Graeger einen ausgedehnten Wein -und Spirituosenhandel. Im 19. Jahrhundert siedelten seine Nachkommen nach Berlin um, wo sie ebenfalls im Wein -und Spirituosenhandel tätig waren. Otto und Heinrich Graeger gründeten von Berlin aus eine Niederlassung in Hochheim am Main, erwarben dort Weinberge und begannen mit der Weinherstellung. Mit der Leitung der Hochheimer Filiale betrauten sie ihren Bruder Carl Graeger, der nach einigen Jahren das Geschäft übernahm und 1877 in Hochheim am Main eine eigene Sektkellerei gründete.

Produziert wurde der Sekt zunächst in einem Haus am Rathausplatz. Das Geschäft hatte vorerst einen bescheidenen Umfang. Nach einigen Jahren stiegen die Produktionszahlen jedoch schnell an; Carl Graeger erwarb deshalb nach und nach mehrere Grundstücke an der Hauptstraße und legte die vorhandenen Gebäude nieder, um Platz für stattliche Neubauten und ausgedehnte Kellereien zu schaffen. Um dem steigenden Export nach Großbritannien gerecht zu werden, errichtete er 1888 in London eine Filiale und erwarb auch in Deutschland einige Weingüter: 1891 kaufte er das Weingut Chateau Sansonnet bei Metz mit einer Clairet-Kellerei, 1895 erwarb er das Weingut der Firma Bachem & Fanter, das zu einem der besten Hocheimer Lagen gehörte. 1897 machten steigende Kapazitäten erneut umfangreiche Erweiterungen des Betriebs notwendig. Im Jahr darauf kam eine Kistenfabrik hinzu. 1898 gehörte fast der gesamte Komplex zwischen der Post und dem westlichen Ausgangstor von Hochheim, genannt „Meenzer Port“, der Sektkellerei Graeger. Noch heute befinden sich unter dem Gebäude ausgedehnte Kellereien mit mehr als 3.500qm Fläche. Die Flaschen wurden mit eigenem Fuhrpark zum Hochheimer Bahnhof und von dort per Bahn zu den Schiffsladestellen in Mainz befördert.

Die beiden Jahrzehnte vor dem ersten Weltkrieg waren die Blütezeit der Sektkellerei Graeger. Zahlreiche Auszeichnungen auf diversen Ausstellungen begründeten den Ruf, als eine der besten Sektmarken. Nach dem Tod von Carl Graeger 1902 übernahm seine Witwe Ida Graeger das Geschäft und übergab es um 1910 ihrem Sohn Alexander.

Nach dem ersten Weltkrieg erlitt die Sektkellerei Graeger erhebliche Absatzeinbußen. Sie verlor durch Konfiskation nicht nur Schloss und Weingut Sansonnet, sondern büßte, was für ein stark exportorientiertes Unternehmen viel erheblicher war, auch ihre Hauptexportmärkte in Großbritannien und den USA ein. In Deutschland konnte sie zwar ihren Absatz in absoluten Zahlen weitgehend stabil halten, doch auch hier verlor sie Marktanteile und konnte weder in den dreißiger, noch in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts vom steigenden Sektkonsum profitieren.

Am 17. April 1970 verstarb Emma Graeger. Damit endete die Familienära von Graeger. Am 22. Dezember 1972 wurde nach den Bestimmungen ihres Testaments das, bislang als Personengesellschaft geführte, Unternehmen, das zu diesem Zeitpunkt noch 15 Beschäftigte, zählte in eine GmbH unter der Firma Carl Graeger GmbH Sektkellerei umgewandelt. Am 1. Januar 1973 wurde Heinz Kilb zum Geschäftsführer bestellt. Bis 1995 hatte das Unternehmen wechselnde Besitzer von denen es keiner schaffte an die alten Erfolge anzuknüpfen. Am 1. April 1996 erwarb der Kaufmann Volker Valerius alle Anteile der Graeger GmbH und verlegte den Firmensitz von Hochheim am Main, nach Bingen am Rhein. Heute firmiert sie als Sekthaus Carl Graeger KG und wird wieder als Familienunternehmen weitergeführt. Nach jetzt 25 Jahren hat die Familie Valerius ein kleines, feines Sekthaus etabliert, das sich in der Region Rhein-Main ein hervorragendes Qualitätsimage erarbeitet hat. Qualität aus der Region für die Region heißt die Devise für das nächste Jahrzehnt.

Heute

Im April 2013 hat Volker Valerius die Geschäftsleitung des Unternehmens auf seinen Sohn Jens Valerius übertragen, der die Zusammenarbeit mit qualitätsorientierten Weinbaubetrieben und Winzern der angrenzenden Regionen deutlich ausgeweitet hat. Namhafte Weingüter, die der Vereinigung der deutschen Prädikatsweingüter (VDP) angehören, sind inzwischen fester Bestandteil des Produktportfolios.

Mit Graeger Fine Spirits wurde eine sinnvolle Ergänzung des Genussangebotes neu etabliert. Feinste Spirituosen und Liköre, die in Zusammenarbeit mit einem Destillateur aus der Region entwickelt und produziert werden, sind Basis für eine unverändert positive Geschäftsentwicklung. Dem Zeitgeist und Trend folgend hat Jens Valerius aus überlassenen Rezepturen des Vaters verschiedene Gin Versionen entwickelt, die in limitierter Auflage unter dem Dach „Schwarzbrenner“ für Furore sorgen. Ein absolutes Highlight ist der „German Premium Gin“ mit 43%Vol. der bei einer DLG Prüfung mit Gold geadelt wurde. Eine Auswahl feinster Liköre wie z.B Erdbeer/Chilli oder Weinbergpfirsich aus rheinhessischem Anbau runden das Sortiment ab.

Durch kontinuierliche Aktualisierung und Überprüfung der Sortimente in allen Bereichen will Graeger auch künftig immer ein marktorientierter Anbieter sein, der die Bedürfnisse von Qualitäts-und genussorientierten Kunden erfüllt.

Aktuelle Pressemitteilungen

Aktuelle Pressemitteilungen über Graeger finden Sie hier...

Das Team bei Sekthaus Graeger

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, erreichen Sie alle Mitarbeiter des Sekthauses Carl Graeger unter folgenden Koordinaten:



Jens Valerius - Geschäftsleitung
jens.valerius@graeger.de

0176-11181067
Kathrin Rausch - Vertrieb Innendienst
kathrin.rausch@graeger.de

06721 - 9150-16
Auftragssachbearbeitung
anja.otto@graeger.de

06721 - 9150-14
Frank Schlüter - Auβendienst
frank.schlueter@graeger.de

0151-44333201
Oliver Gärtner - Auβendienst
oliver.gaertner@graeger.de

0171-5384533