Die bekanntesten Chardonnay Weine werden in den französischen Anbaugebieten geerntet. Zu erwähnen sind hier Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlemange und Chablis. Die Chardonnay Traube ist eine natürliche Kreuzung aus Gouais Blanc (=Heunisch) und Pinot. Im Ursprungsgebiet Burgund gibt es sogar eine kleine Gemeinde mit dem Namen „Chardonnay“, der Name wurde auf der Weinbauausstellung 1872 in Lyon festgelegt.
Die Reben gedeihen besonders gut auf kalkhaltigen Böden. Die Traube ist sehr Anpassungsfähig, wenn es um die klimatischen Verhältnisse geht. Wegen des hohen Extrakt-Gehalts, zeichnen sich die Weine mit Körperreichtum aus, das Aroma ist jedoch nicht so ausgeprägt wie bei einem Riesling oder Gewürztraminer. Der Alkoholgehalt ist bei einem Chardonnay relativ hoch und nicht selten über 13 Vol.%. Ein guter Chardonnay lebt von seiner Komplexität, die nur in besten Lagen mit sehr kalkreichen Böden entsteht. Geschmacklich können, je nach Terroir und Klima, Aromen von Vanille, tropischen Früchten, Pfirsich und Himbeere den Geschmack prägen, aber auch Tomaten, Tabak, Tee und Rosenblätter sind typische Geschmackskomponenten. Chardonnay wird überwiegend trocken ausgebaut und ist eine der wenigen Weißwein-Sorten, die auch den Ausbau in Eichenholzfässern verträgt.