Das Weinbaugebiet Nahe, das erst seit 1971 als eigenständiges Weinbaugebiet in Rheinland-Pfalz geführt wird, erstreckt sich von der Mündung der Nahe bis kurz vor Kirn sowie in die Nebentäler von Guldenbach, Gräfenbach und Alsenz. Nach Nordwesten ist es durch den Hunsrück, nach Norden durch den Taunus geschützt, südöstlich liegt das Nordpfälzer Bergland. Zentrum des Anbaugebietes ist der Kurort Bad Kreuznach.
Das Anbaugebiet hat eine bestockte Weinfläche von c. 4.063 ha, davon sind 75% mit weißen Rebsorten bestockt - der Riesling dominiert den Anbau mit 27,3%. Das Weinbaugebiet Nahe hat deutschlandweit die größte Bodenvielfalt und die engräumigsten Wechsel vorzuweisen. Mehr als 180 Bodenvarianten werden vermutet und in einem Projekt derzeit untersucht. Es gibt Quarz-und Schieferböden, Tonüberlagerungen, Buntsandstein, Löss und Lehm, um nur einige zu nennen.
Bis zum Jahr 1993 existierten noch zwei Bereiche: der Bereich Bad Kreuznach und der Bereich Schlossböckelheim. Heute hat die Nahe Großlagen wie Schlosskapelle, Sonnenborn, Pfarrgarten Kronenberg, Rosengarten ,Paradiesgarten und Burgweg, in denen sich die kleinen Dörfer von Münster Sarmsheim über Wallhausen, Waldböckelheim und Duchroth wiederfinden.
Die Nahe Weine zeichnen sich durch ihre Mineralität aus und präsentieren sich sehr elegant.