Mit der Herkunftsbezeichnung „Pfalz“ werden Qualitäts- und Prädikatsweine hergestellt, die als Pfalzweine bekannt sind. Nach Rheinhessen (etwa 257 Quadratkilometer) stellt die Pfalz, mit gut 228 Quadratkilometer Anbaufläche, das zweitgrößte deutsche Weinanbaugebiet dar. Etwa 3600
Winzerbetriebe, weniger als die Hälfte davon im Haupterwerb, pflegen hier mehr als 100 Mio. Rebstöcke und erzeugen jährlich etwa 2,5 Mio. Hektoliter Wein.
Das prozentuale Verhältnis der Anbauflächen weißer und roter Rebsorten beträgt etwa 60:40, wobei der Anbau von roten, nach Anstieg in den letzten Jahrzehnten, wieder leicht abgenommen hat. In insgesamt 144 pfälzischen Ortschaften wird Wein angebaut, bevorzugt in Süd- und Vorderpfalz, am Westrand der Ebene zwischen dem Rhein und dem Pfälzerwald. Dort, an der Bruchstufe zwischen Flachland und Mittelgebirge, liegt auf 110 bis 150 m ü. NHN, eine schmale, etwa 85 km lange und maximal 15 km breite Hügelzone, die das größte pfälzische Weinanbaugebiet darstellt. Allerdings ist bei weitem nicht ihre Gesamtfläche mit Weinbergen bewirtschaftet; die geeigneten Teile erstrecken sich vor allem beidseitig der Deutschen Weinstraße, die sich mitten durch die Rebenhügel von Süd nach Nord zieht. Ursprünglich war das Weinanbaugebiet dreigeteilt und gliederte sich von Süd nach Nord in Ober-Mittel- und Unterhaardt. Bei der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform 1969 wurde unter anderem der Landkreis Frankenthal (Pfalz), zu dessen Westteil die Unterhaardt gehörte, aufgelöst und dem neuen Landkreis Bad Dürkheim zugeschlagen, der vom ebenfalls aufgelösten Landkreis Neustadt an der Weinstraße auch fast die gesamte Mittelhardt übernahm. In der Folge wurden Mittel- und Unterhardt als Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße zusammengelegt, während aus der Oberhaardt die Südliche Weinstraße wurde.
Bei jährlich über 1800 Sonnenstunden gehört die Pfalz zu den Regionen mit den mildesten Temperaturen in Deutschland. Die Böden bestehen durchweg aus Mischungen von Sand, Lehm, Mergel und Ton. Führende Rebsorte ist mit einem Anteil von ca. 22% der Riesling, der haltbare und angenehme Weine hervorbringt.
Die größten Weinbaugemeinden nach dem Kriterium der Rebfläche sind Landau und Neustadt.
Bekannte Großlagen sind „Deidesheimer Hofstück“ „Forster Mariengarten“ und „Gimmeldinger Meerspinne“ Als bekannte Einzellagen gelten u.a. „Deidesheimer Paradiesgarten“ „Forster Ungeheuer“ und „Kallstadter Saumagen“.
Bekannte Weingüter und Spitzenerzeuger sind u.a. Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan in Deidesheim. Weingut Kranz in Ilbesheim, Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim und
das Weingut Müller-Catoir in Neustadt-Haardt.