Mit einer Anbaufläche von über 60.000 ha gehört das Weinbaugebiet Rioja zu den bedeutendsten in Spanien und sogar Europa. Das Gebiet liegt am Fluss Ebro in Nordspanien und besteht aus den Teilgebieten Rioja Alta, Rioja Baja and Rioja Alavesa. Die Böden bestehen überwiegend aus weißem Kalk sowie rotgrauem Lehm. Über 20.000 Winzer produzieren dort zu 85% Rotwein, aber auch Rosé und Weißweine. Es überwiegen die roten Rebsorten Tempranillo (ca. 65% der Anbaufläche) gefolgt von Garnacha, Mazuelo und Graciano und den weißen Rebsorten Viura, Malvasia und Garnacha Blanca.
Die klassischen Riojas sind entweder reinsortige Weine der Rebsorte Tempranillo oder Verschnitte mit einem Tempranillo Anteil von meist weit über 50%. Abgesehen von der vorwiegenden Verwendung der Rebsorte Tempranillo orientieren sich die Winzer des Rioja am Vorbild des Anbaugebietes Bordeaux.
Die Erzeuger lassen einen hohen Anteil des produzierten Rotweins in Barriquefässern aus französischer Eiche reifen. Ein typischer Rotwein aus dem Rioja ist trocken, von dunkler Farbe und weist den charakteristischen Geschmack von Tempranillo auf. Die Qualität der Weine wird von der Regulierungsbehörde der DOC Rioja der (Consejo Regulador de la Denominaciones de Origen) mit Sitz in Logrono strengstens überwacht.
Das Rioja unterscheidet die Weine nach folgenden Qualitäten:
CRIANZA - Das Prädikat Crianza (von span. „criar“, deutsch reifen, großziehen bzw. Ausbau) ist Weinen vorbehalten, welche zwei Jahre, davon mindestens ein Jahr im Eichenfass, gereift sind.
RESERVA - Eine Reserva (span. für „Reserve“ )ist ein Wein, der insgesamt mindestens drei Jahre reift, davon mindestens ein Jahr im Eichenfass.
GRAN RESERVA - Ein Wein kann als Gran Reserva (span. für „Große Reserve, wichtige Reserve“) bezeichnet werden, wenn er mindestens zwei Jahre im Eichenfass und anschließend drei Jahre in der Flasche gereift ist. In den Handel kommen Gran Reserva jedoch meist weitaus älter.